Input 1
Wer gibt den Takt vor – die Pädagogik oder die Plattformen?
Digitale Technologien und KI eröffnen Schulen neue Möglichkeiten, werden jedoch zunehmend von privatwirtschaftlichen Akteuren geprägt. Das Referat beleuchtet Chancen und Risiken von EdTech aus Sicht der Schulleitung: Abhängigkeiten, Monopolbildung und pädagogische Autonomie. Im Zentrum steht die Frage, wie Innovation gestaltet werden kann, ohne die Steuerung von Bildung aus der Hand zu geben.
Sprachen: Deutsch/Französisch
Input 2
Europa-Perspektive: Gelingensbedingungen für ein funktionierendes digitales Bildungsökosystem
Die Keynote wirft einen Blick in das Innenleben des europäischen EdTech-Ökosystems: Wer gestaltet digitale Bildung in Europa tatsächlich mit, welche Rollen übernehmen Unternehmen, öffentliche Akteure, Schulen, Forschung und Zivilgesellschaft – und wie innovationsfreundlich ist dieses System derzeit aufgestellt?
Ausgehend von Beispielen aus verschiedenen europäischen Ländern zeigt der Vortrag, dass EdTech längst nicht nur eine Frage einzelner Tools ist, sondern ein Zusammenspiel aus Marktstrukturen, institutioneller Handlungsfähigkeit, pädagogischer Qualität und öffentlicher Steuerung.
Im Zentrum stehen drei zentrale Gelingensbedingungen für ein funktionierendes digitales Bildungsökosystem: Vertrauen zwischen den beteiligten Akteuren, passende Finanzierungsstrukturen sowie die notwendigen Skills und Wissensgrundlagen in Schulen, Verwaltung und EdTech-Unternehmen. Entlang dieser Voraussetzungen fragt die Keynote:
- Wie innovationsfreundlich ist der europäische EdTech-Sektor?
- Wie innovationsbereit sind Europas Bildungsinstitutionen?
- Und wie gut ist das Ökosystem darauf vorbereitet, Risiken in zentralen Veränderungsbereichen zu begrenzen und Chancen wirksam zu nutzen?
Der Vortrag zeigt, warum Europa Räume für Wissenstransfer, Austausch und Dialog braucht, um Innovation nicht nur zu ermöglichen, sondern sie im Sinne des öffentlichen Bildungsauftrags aktiv mitzugestalten.
Sprache: Deutsch
Input 3
Einblicke aus dem Alltag der PICTS
Digitale Transformation an Schulen entscheidet sich nicht an einzelnen Tools, sondern an Menschen, Beziehungen und Strukturen. In diesem Input geben wir als PICTS und Lehrpersonen einen praxisnahen Einblick in unseren Alltag und zeigen, wie EdTech tatsächlich an Schulen verankert werden kann – und warum dies ohne pädagogische ICT-Rollen kaum gelingt.
Dabei richtet sich der Blick auf die Zusammenarbeit mit EdTech-Akteuren und der Wissenschaft: anspruchsvoll und zeitintensiv, aber zentral für praxistaugliche und nachhaltige Lösungen. Denn Schule mit EdTech zu gestalten gelingt nur, wenn Praxis, Technologie und Forschung tatsächlich in Dialog treten.
PICTS bewegen sich täglich zwischen unterschiedlichen Systemen: Sie begleiten Lehrpersonen in Weiterbildungen, stehen im Unterricht, führen Gespräche mit Schulleitungen, tauschen sich kantonsübergreifend mit anderen PICTS aus, arbeiten an Konzepten und übersetzen zwischen pädagogischen Bedürfnissen, technischen Möglichkeiten und strategischen Vorgaben. Diese Rolle ist sowohl Beziehungsarbeit als auch Schulentwicklung und wird gleichzeitig oft unterschätzt oder strukturell eingespart.
Der Input macht diese Komplexität sichtbar. Anhand konkreter Erfahrungen zeigen wir, wie Vertrauen entsteht, wie Lehrpersonen schrittweise begleitet werden und weshalb Haltung vor Tool steht.
Ziel ist es, zum Nachdenken anzuregen, Perspektiven zusammenzubringen und Gespräche zu eröffnen: darüber, wie Zusammenarbeit gelingen kann und weshalb PICTS ein unverzichtbarer Motor für Schul- und Unterrichtsentwicklung im digitalen Zeitalter sind.
Sprache: Deutsch
Input 4
Beitrag von Prof. Dr. Dominik Petko
Titel und Zusammenfassung folgen
Input 5
Zwischen Skalierung und Schulalltag - wie wir als EdTech-Anbieter mit Lehrkräften, Schulen und Kantonen zusammenarbeiten
EdTech-Unternehmen bringen Tempo, Produktkompetenz und Innovation ins Bildungssystem. Eine wichtige Frage ist, wie sich das mit dem Alltag der Lehrkräfte und den Anforderungen der Schulen verträgt. Aus Gründerperspektive zeige ich an der Praxis von fobizz, wie Zusammenarbeit mit Schulen, Lehrkräften und Kantonen konkret aussieht: von Datenschutz und Lizenzverteilung über die Einführung bis zu der Frage, was bei den Lehrkräften und im Klassenzimmer wirklich ankommt. Mein Plädoyer: Produktive Partnerschaft entsteht nicht durch Abgrenzung, sondern durch klare Erwartungen auf beiden Seiten - und durch Anbieter, die sich an den Bedürfnissen von Lehrkräften und Schulen messen lassen, statt umgekehrt.
Sprache: Deutsch
Input 6
Welchen Platz hat die Bildung im Datenökosystem Schweiz? - Eine Vision
Bildung kann im Datenökosystem Schweiz eine wichtige Rolle einnehmen. Als Bereich mit hohem gesellschaftlichem Nutzen, vielfältigen Akteuren und sensiblen Daten stellt sie besondere Anforderungen an Vertrauen, Interoperabilität und klare Governance. Ein Bildungsdatenraum kann dazu beitragen, den sicheren und nachvollziehbaren Austausch von Daten zwischen Bildungsinstitutionen, Verwaltung, Forschung und privaten Anbietern zu erleichtern. Damit lassen sich Prozesse vereinfachen, Mehrfacherfassungen reduzieren und Voraussetzungen für bedarfsgerechte digitale Leistungen schaffen. Zugleich kann ein solcher Ansatz die Datensouveränität der beteiligten Akteure stärken und die Anschlussfähigkeit an übergeordnete Entwicklungen im Schweizer Datenökosystem verbessern. Bestehende Initiativen und architektonische Grundlagen bieten hierfür bereits erste Anknüpfungspunkte. Die Bildung ist damit nicht nur Anwenderin, sondern auch ein möglicher Gestaltungsbereich im Aufbau eines vertrauenswürdigen und gemeinwohlorientierten Datenökosystems in der Schweiz.
Sprache: Deutsch