Im Verlauf des Jahres bauten wir einen regelmässigen und kontinuierlichen Austausch mit den kantonalen Bildungsverwaltungen auf. Dabei führten wir Treffen mit 17 Bildungsverwaltungen in verschiedenen Kantonen durch. Diese Gespräche dienten dazu, ein vertieftes Verständnis für die unterschiedlichen kantonalen Bedürfnisse zu entwickeln und unsere Rolle im digitalen Bildungsraum sichtbarer zu machen. Im Zentrum der Gespräche stand jedoch das Ziel, die Bedürfnisse und Erwartungen der kantonalen Bildungsverwaltungen besser zu verstehen und bestehende sowie neue Beziehungen aufzubauen beziehungsweise zu pflegen. Der direkte Austausch wurde von den Bildungsverwaltungen sehr geschätzt und führte in vielen Fällen zu Folgeterminen.
« Wir gewannen ein differenziertes und realitätsnahes Bild der kantonalen Ausgangslagen, Rahmenbedingungen und Bedürfnisse. »
Inhaltlich zeigte sich, dass viele der besprochenen Themen über den Bildungsbereich hinausgingen, gerade in den Bereichen Datenschutz, Informationssicherheit und Beschaffung. Diese sektorübergreifenden Fragestellungen unterstrichen die wachsende Bedeutung von Vernetzung und Ökosystem-Denken mit weiteren kantonalen Stellen und Rollen (bspw. Ämtern für Informatik oder Chief Digital Officers) sowie mit privatrechtlichen Akteuren. Weiter behandelten wir in den Gesprächen auch den Bericht «Datennutzungspolitik im Bildungsraum Schweiz». In mehreren Treffen sind wir bereits vertieft auf einzelne Inhalte eingegangen und haben deren Einfluss auf die kantonale Arbeit diskutiert. Zudem konnte in vielen Kantonen die Funktionsweise und der Zweck von Edulog weiter vertieft werden. Dabei wurde thematisiert, dass Edulog die Bildungsverwaltungen bei datenschutzrelevanten Fragestellungen entlasten kann. Über die verschiedenen Austausche und Gesprächsthemen hinweg gewannen wir ein differenziertes und realitätsnahes Bild der kantonalen Ausgangslagen, Rahmenbedingungen und Bedürfnisse.
Auf dieser Grundlage lässt sich für uns die Systemrelevanz einzelner Themen nachvollziehbar bestimmen, indem technologische Potenziale mit den erkannten Systembedarfen zusammengeführt werden. Die Auswertung der Gespräche schärfte über das Jahr hinweg das Verständnis für die kantonalen Bedürfnisse und deren systemische Zusammenhänge. Der regelmässige Austausch bleibt auch im Jahr 2026 ein zentrales Anliegen. Der Dialog soll weitergeführt werden, um den Dialog zu aktuellen Fragestellungen sowie die Vernetzung weiter zu stärken.
Veranstaltungen
Fachtagung
Besonders im digitalen Bildungsraum ist das stete Fragen nach dem Warum, Wie und Was wichtig. Warum sollen Schülerinnen und Schüler digitale Räume nutzen? Wie sehen bestehende Abhängigkeiten, Beziehungen und Lösungen für Lernende aus? Was bedeutet dies für die (digitale) Identitätsentwicklungen von Kindern und Jugendlichen? Mit diesen Fragen eröffnete Toni Ritz, Direktor von Educa, im September die Fachtagung «Educa25: Ich klicke, also bin ich?». Rund 140 Vertreterinnen und Vertreter aus der Bildungspraxis, Forschung, Wirtschaft und Verwaltung nahmen an der Veranstaltung teil. Nebst Referaten von Fachpersonen wurde der Umgang mit digitalen Identitäten zudem in praxisnahen Ateliers erlebbar gemacht. Vorgängig beantworteten die Referentinnen und Referenten Fragen rund um das Thema «Digitale Identität». Diese haben wir in verschiedenen Beiträgen festgehalten.
A Bildungspolitik und -verwaltung
B Bildungspraxis, -lehre und -forschung
C ICT Markt
D Transversale Organisationen
E Andere
Educa23: Blockchains in der Bildung
Educa24: Daten als Grundlage für KI-Systeme
Educa25: Ich klicke, also bin ich?
Unsere Fachtagung hat sich seit der ersten Durchführung im Jahr 1995 als jährliche Referenzveranstaltung zur digitalen Transformation in der Bildung etabliert. Die beiden Gruppen Bildungspolitik und -verwaltung sowie Bildungspraxis, -lehre und -forschung bilden mit je rund einem Drittel der Teilnehmenden das Stammpublikum. Die wachsende Bedeutung der privatwirtschatlichen Akteure und der Trend zu transversalen Datenräumen «grösser als Bildung» ist in dieser Statistik ebenfalls gut erkennbar.
Dialogveranstaltung
Ende November brachte die Dialogveranstaltung «next practice | Standards» Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Bildungspraxis, Verwaltung und Wirtschaft in Bern zusammen. Auf Einladung des SBFI und der EDK tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, wie Standards die Zusammenarbeit erleichtern können. Die Inputreferate zeigten Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichsten Bereichen unterschiedliche Perspektiven auf: Während in einem ersten Teil Erfahrungen aus der Software- und EdTech-Entwicklung im Vordergrund standen, beleuchtete ein zweiter Block die Sicht der öffentlichen Hand auf die Bedeutung verlässlicher Governance-Strukturen. In den verschiedenen Dialogformaten tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen mit Standards aus und diskutierten, wo diese heute bereits Mehrwert schaffen und wo noch Handlungsbedarf besteht. Der offene Austausch förderte ein vertieftes Verständnis auf beiden Seiten und zeigte Potenziale für Zusammenarbeitsformen im Spannungsfeld zwischen privatwirtschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Akteuren auf.
Vernetzung innerhalb und ausserhalb der Bildung
Ziel unserer Tätigkeiten ist, die Anliegen der Akteure im Bildungsraum Schweiz zu bündeln und diese bei den massgeblichen Fachstellen der Behörden einzubringen. Dadurch stellten wir sowohl unsere eigene Vernetzung wie auch die Vernetzung von Stakeholdern im System sicher und fördern die Projektentwicklung mit dem Zweck des bidirektionalen Wissenstransfers.
Auf nationaler Ebene lag unser Fokus auf der Teilnahme in Gremien der EDK und der Kantone sowie verschiedener Interessensgruppen, wie zum Beispiel:
- Einsitze in Arbeitsgruppen der Digitalen Verwaltung Schweiz (DVS)
- Einsitze in Communities bei Datenökosystem Schweiz / Bundeskanzlei (DTI)
- Mandate, Beiräte, Mitgliedschaften
Darüber hinaus brachten wir unsere Fachexpertise in Vorträge, Fachinputs, externe Blogbeiträge und Workshops ein. In Forschungs- und Publikationsprojekten leisteten wir fachliches Feedback. Zudem bauten wir unsere strategischen Partnerschaften – unter anderem mit Switch oder Zebis Luzern – weiter aus und pflegten einen regelmässigen Austausch.
Auf internationaler Ebene festigten wir unsere Partnerschaft mit dem FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht gGmbH in München. Zusätzlich fanden Austausche mit Bildungsministerien und Bildungsorganisationen statt.
Wir nahmen an insgesamt 121 nationalen und internationalen Veranstaltungen dieser Art teil.