Derzeit informieren wir im Netzwerk von der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) und des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) über die Inhalte unseres fachlichen Berichts «Datennutzungspolitik im Bildungsraum Schweiz. Entwicklungsansätze für eine kohärente Umsetzung». In diesem Zusammenhang trafen sich Edouard Lamboray, Mitglied der Geschäftsleitung von Educa, und Lukas Wüthrich am 15. Oktober mit dem Vorstand der Schweizerischen Mittelschulämterkonferenz (SMAK). Bei diesem Anlass nutzten wir die Gelegenheit, ein Stimmungsbild zur Priorisierung der Inhalte des Berichts einzuholen.

Thematische Schwerpunkte

Im Zentrum des Berichts stehen sieben Entwicklungslinien zu den Themen digitale Selbstbestimmung und digitale Identität, Datenkompetenzen und Datenkultur, schlanke Applikationsprüfungen, Datennutzung und Datenschutz bei der Beschaffung, Mehrfach- und Sekundärnutzung von Bildungsdaten sowie Umgang mit KI und datenbasierten Entwicklungen und Innovationen.

Die Rückmeldungen zeigen leichte Unterschiede je nach Gremium und Bildungsstufe. Insgesamt bestätigt sich jedoch eine zentrale Aussage des Berichts: Eine Datennutzungspolitik für Volksschule und Sekundarstufe II kann nur dann umgesetzt werden, wenn die sieben Entwicklungslinien kohärent und im Zusammenspiel aller föderalen Entscheidungsträgerinnen und -träger verfolgt werden.

Datennutzungspolitik – eine Gemeinschaftsaufgabe

Beim erwähnten Treffen wurde zudem angeregt, den Austausch zwischen der SMAK, dem Schweizerischen Zentrum für die Mittelschule (ZEM CES) und Educa weiter zu vertiefen. Eine nächste Gelegenheit dazu bietet sich an der SMAK-Mitgliederversammlung im November. Als Fachagentur sind wir eingeladen, verschiedene aktuelle Projekte vorzustellen – darunter das von der DVS geförderte Innovationsprojekt «Maturitätszeugnis als digitaler Nachweis».

Zur Einbindung der kantonalen Bildungsdirektionen haben wir eine informelle Konsultation zu den Inhalten des Berichts gestartet. Sie dient dazu, fundierte Rückmeldungen zur Weiterentwicklung der Datennutzungspolitik im Bildungsraum Schweiz zu erhalten.

Der Weg hin zu einer belastbaren und verantwortbaren Datennutzungspolitik im Bildungsraum Schweiz ist noch lang. Daher freuen wir uns auf Ihre Erfahrungen, Fragen und Meinungen.

ähnliche Beiträge

Wie KI die Lernortkooperation voranbringen könnte

Eine Studie im Auftrag des kantonalbernischen Mittelschul- und Berufsbildungsamts (MBA) zeigt, dass sich die Berufsbildungseinrichtungen noch am Anfang der durch die KI ausgelösten Transformationsphase befinden. Sie schlägt ein Reifegradmodell vor, das den Fortschritt der durch die KI hervorgerufenen Veränderungen sichtbar macht und deren Entwicklungsphasen steuert.

e-ID, Vertrauensinfrastruktur und digitale Nachweise

Die e-ID ist eine Art der digitalen Identität. Wie funktioniert sie? Wozu benötigen wir eine Vertrauensinfrastruktur? Welche Potenziale haben digitale Identitäten, um die Digitalisierung im Bildungssystem voranzubringen? Auf diese und weitere Fragen antwortet Christian Heimann vom fedpol in einem Videointerview.

Digitale Identitäten: Mit Sorgfalt voran

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat am 28. September 2029 das e-ID-Gesetz mit 50,39% Ja-Stimmen angenommen. Gemeinsam mit Switch werden wir die künftige Lösung ins Gefüge der digitalen Identitäten im Bildungsraum einfügen.

«Edulog spart Zeit und sorgt für Datenschutz auf höchstem Niveau»

Das Berufsbildungsportal Yousty unterstützt Jugendliche bei der Berufswahl und der Lehrstellensuche und hilft Lehrbetrieben, passende Lernende zu finden. Jetzt ist Yousty auch Teil von Edulog. Domenica Mauch, Geschäftsführerin Yousty.ch, berichtet unter anderem über die Gründe für den Beitritt zu Edulog.