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EdTech eröffnet Chancen wie skalierbare Lernangebote, die Entlastung von Lehrkräften durch KI-Tools und die Verringerung von Bildungsungleichheiten. Doch die Risiken sind ebenso offenkundig: Abhängigkeiten von Technologielieferanten schaffen Machtasymmetrien, während die Kommerzialisierung von Bildungsdaten die Schulautonomie bedroht. Aktuelle Forschungen, etwa von Prof. Dominik Petko, zeigen, wie innovative Schulen EdTech nutzen. Dennoch fehlen belastbare Langzeitstudien zu Lernerfolgen, und die regulatorischen sowie architektonischen Rahmenbedingungen – etwa Interoperabilitätsstandards – sind noch nicht gefestigt. Die Balance zwischen Innovationsdruck und regulatorischer Sicherheit bleibt eine offene Aufgabe.

Die Debatte um EdTech ist keine rein technische, auch keine rein pädagogische oder organisatorische, sondern eine gesellschaftspolitische. Die zentrale Frage lautet: Wie lassen sich privatwirtschaftlich induzierte Innovationen mit dem öffentlichen Bildungsauftrag vereinbaren?

Die Fachtagung Educa26 verbindet Expertisen und Perspektiven, um die Schulentwicklung mit EdTech auf einen nachhaltigen Pfad zu lenken – zwischen Marktdynamik und Überregulierung, zwischen Innovation und öffentlichem Auftrag. Ziel ist es, konkrete Handlungsoptionen im Hier und Jetzt der Bildung zu diskutieren.
 

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