Unser Proof of Concept zeigt, wie Maturandinnen und Maturanden in Zukunft ihren Abschluss digital vorweisen könnten – ohne Postweg und ohne Medienbruch. Bei den ausstellenden Schulen entfällt der Aufwand für Echtheitsprüfungen von PDF-Kopien. Die abnehmenden Hochschulen oder Arbeitgeber erhalten einen verlässlichen und fälschungssicheren Nachweis.

Während für alle Beteiligten im Bildungsraum somit an diversen Stellen Effizienzsteigerungen möglich sind, wird die allgemeine Akzeptanz elektronischer Nachweise ein zentraler Erfolgsfaktor sein. Rund um die e-ID soll sich ein Ökosystem entwickeln: Unterschiedliche Anwendungsfälle aus diversen Sektoren sollen es mit Leben füllen. Die hieraus entstehenden Einsatzmöglichkeiten begünstigen und verstärken sich gegenseitig.

Damit dieses Ökosystem entstehen kann, braucht es Gelegenheit zur Partizipation und zur Kollaboration. So konnten wir unseren Anwendungsfall bereits am diesjährigen e-ID-Partizipationsmeeting vorstellen (Partizipations-Meeting / Réunion de participation | 27 02 2026). Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch innerhalb dieser Community erlaubt uns, Anwendungsfälle zu Bildungsnachweisen im e-ID Ökosystem zu entwickeln und dabei die gemeinsame Infrastruktur ausgiebig zu testen.

Aktuell ist unser Anwendungsfall eines von drei Vorhaben (swiyu Public Beta - Dienste und Integration vorab testen), die mit der aktuellen e-ID Public Beta bereits erlebbar sind – ein konkreter Einblick, wie die Zukunft mit digitalen Bildungsnachweisen aussehen könnte.

ähnliche Beiträge

Digitale Identitäten: Entscheidungen mit Systemwirkung

In der Diskussion rund um digitale Identitäten müssen verschiedene Entscheidungen in Schulzimmern, von Schulleitungen oder ganzen Verwaltungen getroffen werden. Beth Havinga lädt ein, digitale Identitäten nicht als rein administrative Notwendigkeit, sondern als strategische Weichenstellung für die Zukunft des Bildungswesens zu verstehen.

Zum Tag der Kinderrechte: Expertise live mit Sandra Husi-Stämpfli

Am 19. November 2025, 12.15–13.30 Uhr, führt unser Rechtsteam eine Online-Veranstaltung mit der Datenschutzexpertin Dr. iur. Sandra Husi-Stämpfli durch. Der Austausch richtet sich an Schulleitungen, Mitarbeitende der Bildungsverwaltung sowie Lehrpersonen und weitere Fachleute aus dem Bildungsbereich.

Bildungsraum Schweiz ist ein prall gefüllter Datenraum

Susanne Hardmeier geht in ihrem neusten Blogeintrag auf den Bericht «Datennutzungspolitik im Bildungsraum Schweiz: Entwicklungsansätze für eine kohärente Umsetzung» ein. Sie führt aus, worauf wir stolz sein können und warum wir mit Respekt in die Zukunft schauen sollten.

PISA 2025: ICT-Nutzung

Den Ergebnissen der PISA-Studie 2025 zufolge spielen digitale Hilfsmittel im Unterricht an Schweizer Schulen eine immer grössere Rolle. In dieser Hinsicht liegt die Schweiz im OECD-Durchschnitt. Dagegen nutzen Jugendliche in der Schweiz KI viel häufiger zu Lernzwecken als im OECD-Durchschnitt.