Die Identitätsbildung ist eine der zentralen Entwicklungen während des Jugendalters. Was früher im physischen Raum stattfand, hat sich längst in die digitale Sphäre verlagert. In einer Zeit, in der Algorithmen und Profile das Selbstbild prägen, ist das Vertrauen in sichere, geschützte Räume wichtiger denn je. Unser neues Dossier «Digitale Identität» beleuchtet, wie das Bildungssystem diesen Prozess verantwortungsvoll begleiten kann.
Das Vertrauen der Lernenden und Eltern in Bildungsinstitutionen fusst darauf, dass der digitale Raum kein Ort der permanenten Überwachung ist. Es braucht die Sicherheit, dass Fehler im Lernprozess nicht zu lebenslangen digitalen Brandmarken werden. Identitätsmanagement in der Schule ist daher weit mehr als eine technische Lösung – es ist eine pädagogische Weichenstellung für die Selbstbestimmung der nächsten Generation.
Das Dossier in der Übersicht
Unser Dossier ist ein Ausgangspunkt, um die Rolle der digitalen Identität im Bildungssystem verorten zu können und Schnittstellen aufzuzeigen:
- Pluralität statt Monolith: Erfahren Sie, weshalb die Trennung digitaler Identitäten in verschiedene Rollen für die kontextuelle Integrität und den Schutz der Privatsphäre im Bildungsraum unerlässlich ist.
- Identitätsentwicklung als Prozess: Ein Einblick, wie ein Ökosystem aus vielen Identitäten jungen Menschen ermöglicht, Rollen abzulegen und sich frei zu entwickeln.
- Identitätsmodelle im Vergleich: Das Dossier vergleicht Lösungen von zentralen bis hin zu dezentralen Ansätzen. Letztere ermöglichen es neben Identitätsdaten auch digitale Nachweise zu halten. Dies eröffnet für die individuelle Datensouveränität in Bezug auf Datensparsamkeit, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit neue Möglichkeiten.