Inhalt

Atelier 1

EdTech zwischen Schulautonomie und kantonaler Unterstützung – Erfahrungen aus der Zürcher Sekundarstufe II

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Yvan Léger
Bereichsleiter Educational Technology
Mittelschul- und Berufsbildungsamt Kanton Zürich

Bildungstechnologien eröffnen neue Möglichkeiten für Unterricht, Lernen und Beurteilen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Rolle Bildungsverwaltungen und unterstützende Organisationen bei der Förderung von EdTech übernehmen sollen.
Wie können Schulen bei der Nutzung digitaler Technologien unterstützt werden, ohne ihre pädagogische Autonomie einzuschränken? Welche Aufgaben sollten auf Schulebene wahrgenommen werden, welche auf kantonaler Ebene? Und wie gelingt es, Innovation zu fördern und gleichzeitig Sicherheit, Datenschutz, Interoperabilität und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen?

Am Beispiel der Zürcher Sekundarstufe II gibt der Workshop Einblick in die Zusammenarbeit zwischen dem Bereich Educational Technology (EdTech) des Mittelschul- und Berufsbildungsamts (MBA) und dem Digital Learning Hub Sek II (DLH). Während der Bereich EdTech den Schulen digitale Dienstleistungen, Anwendungen und Rahmenbedingungen zur Verfügung stellt, unterstützt der DLH die Schulen bei der pädagogischen Integration digitaler Technologien sowie bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung. Anhand konkreter Beispiele aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, digitale Leistungserhebungen, Lernplattformen und EdTech-Services wird aufgezeigt, wie Schulen, Verwaltung und Unterstützungsorganisationen gemeinsam den digitalen Wandel gestalten können.

Im Zentrum steht die Diskussion über die Rollenverteilung sowie über die Frage, wie EdTech nachhaltig und wirkungsvoll in einem Bildungssystem verankert werden kann. Der Workshop verbindet einen kurzen Praxisinput mit einer interaktiven Diskussion und lädt die Teilnehmenden ein, ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven einzubringen.

Sprache: Deutsch

Atelier 2

Inside ADHS – mit VR zu wirksamen Strategien in Schule und Beruf

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Jean-Daniel Roth
CEO
BeLEARN
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Franz Lam
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
BeLEARN

Wie fühlt sich ADHS in Lernsituationen an? Und wie können Lehrpersonen oder Ausbildungsbetreuerinnen und -betreuer betroffene Kinder und Jugendliche unterstützen? Eine ADHS-VR-Simulation ermöglicht es, typische Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsherausforderungen von Menschen mit ADHS immersiv zu erleben. Die ADHS-VR-Simulation wurde von BeLEARN partizipativ mit ADHS-Betroffenen sowie späteren Nutzerinnen und Nutzern entwickelt. Sie ist Teil eines Pakets, das daneben neurobiologische Grundlagen von ADHS erklärt und praxisnahe Materialien und Handlungsoptionen für Unterricht, Beratung und Begleitung vorstellt. Die VR-basierten Simulationen sollen zur Sensibilisierung und Weiterbildung eingesetzt werden. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die Erfahrungswelt von Menschen mit ADHS zu fördern und damit einen empathischeren und inklusiveren Umgang im Bildungsalltag zu unterstützen. In dieser Session lernen Sie die Entstehung der App kennen und können selbst ADHS-Symptome immersiv erleben.

Sprache: Deutsch

Atelier 3

Wenn EdTech Wurzeln schlägt: intelligente KI-gestützte Lernspiele mit Candli
 

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Tabea Widmer
Testbed Manager
Swiss EdTech Collider
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Melanie Schmid
PICTS
Schule Richterswil
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Roman Bruegger
Managing Director
Swiss EdTech Collider

Wie können Lernspiele gestaltet werden, damit Kinder Inhalte und Wissen nicht nur wiedergeben, sondern komplexe Situationen aktiv, kreativ und lösungsorientiert erschliessen?

In diesem Workshop stellen wir ein Education Pioneer Projekt vor, das mit Unterstützung der Gebert Rüf Stiftung im Rahmen des Swiss National EdTech Testbed Program realisiert wurde.

Im Zentrum steht Candli, eine EdTech-Plattform des ETHZ-Spin-offs Enlightware. Mit Candli können Kinder eigene Games entwickeln, indem sie Figuren und Objekte zeichnen, fotografieren und mit visueller Programmierung zum Leben erwecken. Durch die KI-Erweiterung entstehen neue interaktive Lernwelten, in denen Spielcharaktere über Prompts gestaltet werden und in natürlicher Sprache mit den Lernenden interagieren.

Die Teilnehmenden erhalten eine kurze Einführung in den Swiss EdTech Collider und das Swiss National EdTech Testbed Program, lernen die Projektidee sowie den didaktischen Mehrwert KI-gestützter Candli-Lernwelten kennen und testen erste Prototypen handlungs- und problemlösungsorientierter Lernspiele. Zudem zeigen wir, wie Prompt Engineering im Unterricht Future Skills, kritisches Denken und KI-Verständnis fördern kann.

Im Austausch mit dem Team des Swiss EdTech Colliders und einer beteiligten Lehrperson diskutieren die Teilnehmenden Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Grenzen solcher Lernwelten im Schulalltag. Vorkenntnisse in Programmierung oder KI sind nicht erforderlich.

Sprache: Deutsch

Atelier 4

EdTech zwischen Praxis, Wirtschaft und Politik: Eine Frage der pädagogischen Vision

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Prof. Dr. Mathias Decuypere
Professor
Pädagogische Hochschule Zürich
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Dr. Toon Tierens
Postdoktorand
Pädagogische Hochschule Zürich

Die Beziehung zwischen EdTech und Schulen ist durch zunehmende Komplexität gekennzeichnet. Derzeit stehen so viele Tools zur Verfügung, dass es für Schulen zu einer Herausforderung geworden ist, zu entscheiden, welche Tools ausgewählt und angeschafft werden sollen und welche nicht. Darüber hinaus erschwert die rasante Entwicklung von EdTech es den Schulen zunehmend, eine pädagogisch fundierte und zukunftssichere EdTech-Umgebung aufzubauen.

In diesem Atelier vertreten wir die Ansicht, dass es für Schulen in erster Linie hilfreich ist, einen Gang herunterzuschalten und eine Vision zu entwickeln, die von der gesamten Schule geteilt wird, anstatt nur reaktiv auf schnelle Entwicklungen im Bereich EdTech zu reagieren. Eine solche Vision dient als Kompass für das Handeln in einer sich ständig verändernden EdTech-Landschaft und erleichtert es erheblich, auf neue (Produkt-)Entwicklungen zu reagieren.

Wir stellen SMASCH (Smart Schools) vor – eine transnationale Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis, die sich auf nachhaltige, pädagogisch fundierte und kontextsensitive Ansätze zur digitalen Transformation konzentriert. Im Kern stellt SMASCH die Frage: Wie können Schulen in einer sich rasch digitalisierenden Welt ihre Handlungsfähigkeit und pädagogische Autonomie zurückgewinnen?

Am Fallbeispiel KI zeigen wir, wie sich Schulvisionen entwickeln lassen, die es Schulfachkräften ermöglichen, sich sicher und kreativ in der aktuellen KI-Landschaft zurechtzufinden. Solche Visionen dienen nicht als Endpunkte, sondern als Ausgangspunkte. Sie laden Lehrkräfte, Schulleitungen sowie Schülerinnen und Schüler ein, sich vorzustellen, was „gute“ digitale Praxis konkret bedeutet – wobei demokratische, pädagogische und ökologische Werte im Vordergrund stehen.

Sprache: Englisch/Deutsch

Atelier 5

Das Bildungssystem zwischen Governance und Business

Benjamin	Volland
Martina Weber
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Educa
Francine Castella
Francine Castella
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Educa

Zusammenfassung folgt

Atelier 6

Oser l’échange: PICTS – Garant:innen für den Mehrwert von EdTech im Unterricht?

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Marlyne Bertone
Projektleiterin
proEdu
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Nadine Habegger
Programmkoordinatorin
Movetia
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David Vuilleumier
Lehrperson École secondaire de Tramelan / Mitarbeiter CMIJ
École secondaire de Tramelan

Zwei PICTS aus Solothurn und ein SMI aus dem Berner Jura geben konkrete Einblicke in ihre Funktion, ihre Rolle und die Grenzen ihrer Verantwortung beim sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Unterricht. 

Ihre praktischen Erfahrungen dienen als Ausgangspunkt für eine breitere Diskussion: Welche Schlüsselrolle nehmen PICTS/SMI in der sinnhaften und nachhaltigen Verankerung von EdTech im Unterricht ein und wie können weitere Akteure sie dabei unterstützen? 

Mit der Initiative  «Oser l'échange» bieten Movetia und proEdu die Möglichkeit, inspierende Schulpraxis über Sprachgrenzen hinweg zu beobachten.

Sprache: Französisch