
Die Goldene Maus (vorne) und Stiftungspräsident Max Frenkel
Am Mobile Developer Apéro im NZZ Bistro liessen Referenten und Entwickler erste kreative Gedanken rund um die Mobile App mit Bildungshintergrund kreisen: Nachdem Jurymitglied Wolfgang Frei die Kriterien des Wettbewerbs erläutert hatte, machte Peter Hogenkamp, ebenfalls Mitglied der Jury des mit 30’000 Franken dotierten Preises deutlich, dass es sich nicht um den klassischen Vokabeltrainer handeln muss.
Im Gegenteil: Gesucht wird eine Anwendung, die von den neuen Möglichkeiten der Smartphones und anderer mobiler Geräte Gebrauch macht – namentlich etwa von den Sensoren, wie im Falle der Golf-App, die durch Befestigung des iPhones an verschiedenen Körperteilen den Schwung des Spielers analysiert und Tipps zur Verbesserung gibt. Hogenkamp selber wird trotz seiner Begeisterung für die App nie das Golfspiel aufnehmen, versicherte er.
Entwickler Jonas Schnelli gab Einblicke in den Entstehungsprozess seiner SBB-Fahrplan-App, die vor allem mit Guerilla-Methoden entstanden ist: Erst programmieren, nachher den Inhaber der Logos und Daten um Erlaubnis fragen – die SBB konnten angesichts des Erfolgs der App gar nicht mehr anders, als mit den dynamischen Jungprogrammierern zusammenzuarbeiten. Ein gewisses Risiko ist bei diesem Vorgehen allerdings nicht von der Hand zu weisen, gab Schnelli zu.
Dr. Max Frenkel, Präsident der Milton Ray Hartman-Stiftung, betonte die Wichtigkeit der öffentlichen Zugänglichkeit der auszuzeichnenden App – was im übrigen nicht heisst, dass sie kostenlos sein muss.
Mehr als dreissig App-Entwickler und IT-Schaffende diskutieren beim anschliessenden Glas Rotwein und Häppchen die Potenziale ihrer Ideen, um die Maus und ihre 30’000 Franken zu fangen.



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